In Ilmenaus Museen auf den Spuren des Dichters und Forschers wandeln - Ferienzentrale.com

In Ilmenaus Museen auf den Spuren des Dichters und Forschers wandeln

In Ilmenaus Museen auf den Spuren des Dichters und Forschers wandeln

In einer herzoglichen Dienstwohnung mit spiegelblankem Parkett und Stuckdecke, Spieltisch und Klavier lebte und arbeitete Goethe, wenn er in Ilmenau weilte. Heute können die Besucher des GoetheStadtMuseums in diesen Räumen im Amtshaus in der historischen Altstadt auf seinen Spuren wandeln. Der Dichter kam oft und gern in die charmante Stadt am Fuße des Thüringer Waldes. Er war dort als sachsen-weimarischer Staatsbeamter mit der Wiederbelebung des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaues beauftragt, erforschte die Natur des Thüringer Waldes und ließ sich künstlerisch anregen. Neben Goethes Leben und Werk erzählt das Museum auch anschaulich von Ilmenaus Geschichte als Herzogssitz und Universitätsstadt, Zentrum der Glasherstellung und des Bergbaus.

Sonderausstellung zum Lutherjahr

Zum Lutherjahr wartet das GoetheStadtMuseum mit einer interessanten Sonderausstellung über Wilfrid Spinner und seine einzigartige fernöstliche Sammlung auf: Im 19. Jahrhundert war der Ilmenauer Oberpfarrer einer der ersten Europäer, der den evangelischen Glauben ins ferne Japan brachte. Von Herzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach erhielt er den Auftrag, die jungen evangelischen Gemeinden in Tokio und Yokohama zu betreuen. Er beschäftigte sich intensiv mit der Glaubenswelt der Japaner und dem Buddhismus. Seine Sammlung japanischer Kult- und Pilgerbilder, fragiler religiöser Papierrollen und Amulette ist vom 29. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018 erstmals in Deutschland zu sehen. Informationen sind unter www.ilmenau.de zu finden.

Das Jagdhaus am Goetheweg

Wer sich auf den beliebten Goethewanderweg von Ilmenau aus in den Thüringer Wald begibt, trifft bald auf das Jagdhaus Gabelbach. Heute beherbergt es ein Museum über das gesellige Leben des Weimarer Hofes und über Goethes vielfältige Interessen: Im Erdgeschoss erzählt die Ausstellung „Goethes Wald im Wandel“ von der Bedeutung des Waldes von der Goethezeit bis heute. Im Obergeschoss geht es um „Goethe, die Natur und seine Ilmenauer Weggefährten“. Zu besichtigen sind der repräsentative Festsaal und die ehemalige Wohnung Goethes mit historischen Möbeln aus seiner Zeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt seinen Zeichnungen nach der Natur und berühmten Versen wie dem weltbekannten Gedicht „Wandrers Nachtlied“. Goethe schrieb es am Abend des 6. Septembers 1780 in einer kleinen Schutzhütte auf dem nahe gelegenen Gipfel des Kickelhahns. Der Goethewanderweg führt die Besucher direkt dorthin.(djd).

Foto: djd/Stadtverwaltung Ilmenau/Andreas Hartmann