Chan Chan: Präkolumbische Geschichte hautnah - Ferienzentrale.com

Chan Chan: Präkolumbische Geschichte hautnah

Chan Chan: Präkolumbische Geschichte hautnah

Chan Chan: Präkolumbische Geschichte hautnahSie haben einen Faible für Kultur? Chan Chan, die Hauptstadt des lange vergangenen präkolumbischen Chimú-Reiches, an der peruanischen Pazifikküste ist ein extravagantes Urlaubsziel für all jene, die gerne auf den Spuren längst vergangener Kulturen wandeln.





Chan Chans Geschichte

Chan Chan, einst Hauptstadt des Chimú Reiches, liegt heute westlich der Stadt Trujillo an der Pazifikküste Perus. Sie wurde um 1300 gegründet und nimmt auch heute noch eine Fläche von 28 Quadratkilometern ein. Damals war Chan Chan wohl die größte Stadt auf dem südamerikanischen Kontinent und gehörte außerdem zu den größten aus Lehm errichteten Städten der Welt. Zur Blütezeit lebten in Chan Chan rund 60.000 Einwohner und selbst die Inkas konnten die Stadt mit militärischer Gewalt nicht einnehmen. Aus diesem Grund leiteten die Inkas den durch die Stadt fließenden Fluss kurzerhand um und die eintretende Wasserknappheit ermöglichte eine Eroberung. Zwar verlor Chan Chan nach der Einnahme seine Bedeutung, zerstört wurde Sie jedoch erst als die Spanier das Inkareich eroberten. In der Folge blieb von der gesamten Chimú Kultur nicht mehr viel übrig.

UNESCOs Kampf um den Erhalt

Im Jahr 1986 ernannte die UNESCO die Überreste von Chan Chan schließlich zum Weltkulturerbe. Nach der Zerstörung durch die Spanier verschlimmerte die Klimaveränderung in Peru den Zustand der Bauten. Heute sind die riesigen Flächen von Lehmbauten deswegen zum Teil in schlechtem Zustand, einige Festsäle sind jedoch noch vorhanden und auch die riesigen Ausmaße der Stadt sind beeindruckend. Am besten erhalten ist der nach dem Schweizer Forscher Johann Jakob von Tschudi benannte Tschudi-Bereich. Genau dieser Bereich wurde restauriert und kann heute von Touristen bestaunt werden. Besonders sehenswert sind die noch erhaltenen Festsäle mit prunkvollen Verzierungen. Doch obwohl viele der Lehmbauten bis 1998 mit einer speziellen Glasur versehen wurden, setzen ihnen die Witterungseinflüsse nach wie vor zu. Chan Chan wurde deshalb auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt.

Erleben Sie ein einzigartiges Kulturdenkmal hautnah

Die präkolumbische Stadt Chan Chan war einst die größte Stadt des südamerikanischen Kontinents. Auch wenn heute nur mehr wenige Lehmbauten gut erhalten sind, sind die riesigen Ausmaße der Stadt gut zu sehen. Kulturliebhaber sollten die Chance nutzen und dieses einzigartige Kulturdenkmal besuchen, bevor das Klima die Zerstörung noch weiter vorantreibt.

Bild: Jgz – Fotolia

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