Teezeremonie miterleben: Das japanische Haus in Hamburg - Ferienzentrale.com

Teezeremonie miterleben: Das japanische Haus in Hamburg

Hamburg auf japanisch: Im Teehaus von Planten und Blomen Chanoyu nennen die Japaner ihre Teezeremonie. Übersetzt heißt der Begriff ganz schlicht: heißes Wasser für den Tee. In der Teezeremonie ist jeder Handgriff festgelegt.

Teehaus Hamburg©flickr.com/stadtfahrt-hamburg

In den zen-buddhistischen Klöstern tranken die Mönche Tee, um wach zu bleiben; in den Teehäusern trafen sich die Samurai. Daraus entstanden im 15. Jahrhundert Regeln für die Teezubereitung und fürs Teetrinken. Die religiösen und rituellen Handlungen haben sich im Laufe der Zeit zu einer eigenen Kunstform entwickelt. Das Ideal ist geprägt von Begriffen wie Bescheidenheit, Einsamkeit und Einfachheit.

Ein ganz besonderer Ort

Die Teezeremonie findet an einem besonderen Ort statt, in einem Raum mit friedlicher Atmosphäre abseits der Hektik des Alltags. In Hamburg liegt solch ein Raum in Planten und Blomen, einer Parklandschaft mitten in der Stadt. Ein Teil des Parks wurde von Yoshikuni Araki als japanischer Garten gestaltet. Den Mittelpunkt der Anlage bildet ein See mit einem rustikalen, original japanischen Teehaus am Ufer, dessen Terrasse sich zum Wasser hin öffnet.

Durch ein Holztor betritt der Besucher den Innenraum. An jedem zweiten Sonntag von Mai bis September präsentiert Kazuko Chujo dort die Teezeremonie. Ihre 80 Jahre sieht man der alten Dame nicht an. Sie ist Tee- und Ikebana-Meisterin und darf auch ausbilden. Und so unterstützen sie meist einige ihrer Schüler und Schülerinnen bei dem Ritual.

Stille und Konzentration

Zu Beginn werden die Besucher mit einem kleinen Vortrag eingestimmt und aufgefordert, in Stille und Konzentration gerade auf die kleinen Dinge zu achten, etwa auf den unterschiedlichen Klang von heißem und kaltem Wasser. Danach nehmen die Gäste in genau vorgeschriebener Form auf der Bambusmatte Platz. Es bleibt Zeit, den Raum zu betrachten, die Tuschezeichnungen, das kunstvolle Blumengesteck, die Teeschalen. Inzwischen setzt sich die Zeremonienmeisterin mit ihren Schülern an einen Lacktisch. Zunächst füllt sie etwas Matscha in eine Teeschale, dann vermischt sie das Pulver mit Wasser aus einem dampfenden Kessel. Schließlich schlägt sie die dickflüssige Masse mit einem Teebesen schaumig. Dann reicht sie ihren Gästen die Teeschalen. Zu empfehlen ist ein Stück süßes japanisches Gebäck vor dem ersten Schluck des ungewohnt herben Getränks.

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